Ehem. Universitätsdruckerei, Altdorf |
| Anschrift: |
Neubaugasse 5 90518 Altdorf |
| Landkreis: |
Nürnberger Land |
| Bauherr: |
Stadt Altdorf |
| Fertigstellung: |
1998 |
| Baukosten: |
825.000,00 Euro |
| Förderungen: |
Entschädigungsfonds
Städtebauförderung
Bayerische Landesstiftung
Bezirk Mittelfranken
Landkreis Nürnberger Land |
| Preise: |
Denkmalprämierung des Bezirks Mittelfranken |
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Beschreibung:
Das zweigeschossige Wohnhaus mit steilem Satteldach und breiten Schleppgauben wurde um 1590 errichtet und erhielt 1613 und 1688 größere Umbauphasen. Das heutige Erscheinungsbild geht wohl auf das 17. Jahrhundert zurück. Hervorzuheben ist der hofseitige, polygonale Treppenturm, eine Fachwerkkonstruktion mit spitzem Turmhelm und einer besonders qualitätvollen, vollständig erhaltenen Spindeltreppe. Ebenso die qualitativ hochwertige Ausstattung der Räume mit Farbfassungen, Türblättern und –bekleidungen des 17. Jahrhunderts, teils mit Bekrönung und Zahnschnittfriesen sowie aufwendige Beschläge in Bockshornform. Das im 1. OG erhaltene „Kabinettla“ ist wohl das einzige, noch erhaltene barocke Beispiel.
Sanierung:
Obwohl die statischen Probleme in diesem Gebäude sehr groß waren, wurde die Sanierung substanzschonend durchgeführt und Originalteile weitgehendst erhalten. Sämtliche Türen und ihre Beschläge wurden restauriert, die historischen Innenputze wurden zum größten Teil gehalten, gefestigt und die Fassungen nach Befund freigelegt, retuschiert und rekonstruiert.
Die Fassadenfassung ist durch die Ergebnisse einer Befunduntersuchung belegt. Die vorhandene farbliche Gliederung kam mit der Verputzung von 1613. Viele Reste dieser Gliederung wurden beim Fassadenbefund freigelegt und dokumentiert und nach der Neuverputzung anhand der Befunde rekonstruiert.
Nutzung:
Universitätsmuseum - In den Räumen des Erdgeschosses und des Obergeschosses werden die verschiedenen Aspekte einer alten Hochschule präsentiert. Zudem gibt es ein Fossilienkabinett und im Innenhof ein Doktorsgärtlein. Das Dachgeschoss dient als Archiv.
Planung und Objektüberwachung:
Architektengemeinschaft Petra Hofmann und Heidi Holzammer-Müller
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