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Schloß Högen
 
Anschrift: Schloßplatz 1
91249 Högen
 
Landkreis: Amberg-Sulzbach
 
Bauherr: Petra Hofmann und Dieter Schlosser
 
Fertigstellung: 2007
 
Schloß Högen
Beschreibung:
Das Schloß Högen wurde unter Einbeziehung wohl noch aus dem Mittelalter stammender Bauteile (Gewölbekeller, Erdgeschoß) auf einem nach Süden leicht abschüssigen Gelände erbaut. Der zweigeschossige Bau mit steilem Walmdach wird über eine mittig gelegene Diele erschlossen, in die die barocke Treppenanlage mündet. Der Zugang vom Dorf ist ebenerdig, nach Süden führt eine Freitreppe in den tiefer gelegenen Garten. Von dem frühen Bau hat sich die wohl bauzeitliche Grundstruktur der Räume erhalten sowie die Deckenkonstruktionen als Lehmwickeldecken. Die Räume im Obergeschoss sind in gleicher Weise gegliedert, jedoch besitzen die Räume Stuckdecken aus der Umbauphase von 1733 sowie mehrere bedeutende Teile der Ausstattung, wie barocke Türblätter und originale Kreuzstockfenster. Aus dieser Zeit stammen auch die Dachkonstruktion sowie die zwei, die Gesamtansicht prägenden Zwerghäuser, von denen noch eines erhalten war.
Dank seines prominentesten Besitzers Christian Knorr von Rosenroth, der den Sulzbacher Musenhof über viele Jahre prägte und der in Nordbayern bis heute bekannt ist, besitzt das Baudenkmal neben seinem erheblichen bau- und kunstgeschichtlichen Wert auch eine weit überregionale kulturelle Bedeutung.

Sanierung:
Durch den langen Verfall und Leerstand war das Gebäude insgesamt in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Durch eindringende Feuchtigkeit sowie durch eine historische, aber defekte Quellfassung im Keller waren die Hausmauern bis weit ins Erdgeschoss hinauf durchfeuchtet. Das barocke Dachtragwerk wies ebenfalls erhebliche konstruktive Schäden auf, die durch weit überdurchschnittliche Feuchtigkeitsschäden verstärkt waren. Teile der Stuckdecken waren bereits durch die eingedrungene Feuchtigkeit heruntergefallen, die Seitenwände des Zwerghauses bereits eingebrochen.
Das Gebäude mußte somit umfassend saniert werden, wobei die historischen Ausbauteile so weit wie möglich restauriert wurden.
 
Nutzung:
Erdgeschoss: Architekturbüro
Ober- und Dachgeschoss: private Wohnnutzung


 
 
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